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Sofortrente

Auszahlungsform beeinflusst Rentenverlauf

Sich kurz vorm Ruhestand per Einmalzahlung noch eine zusätzliche Rente sichern, das funktioniert mit einer Sofortrente. Dabei kommt es auch auf die Auszahlungsform der Rente an.
Sofortrenten, eine Variante der privaten Rentenversicherung, garantieren nach einmaliger Zahlung eines größeren Geldbetrags umgehend eine lebenslange Rente. „Diese Rente fließt auch weiterhin, selbst wenn die Summe der Auszahlungen den Einzahlungsbetrag deutlich übersteigt“, sagt Mathias Zunk vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Der wahre Versicherungsschutz liegt hier quasi darin, dass die Einnahmequelle niemals versiegt. Je länger man lebt, desto höher somit die Rendite.

Rentenhöhe kann sich ändern

Die besten Versicherer garantieren für 80.000 Euro zurzeit eine monatliche Anfangsrente von rund 265 Euro. Die Rentenzahlungen können sich im Laufe der Jahre verändern, denn auch hier setzt sich die Rente aus einer Garantiesumme sowie Überschussbeteiligungen zusammen. Das heißt, ein Teil hängt davon ab, wie gut der Versicherer wirtschaftet.

Vor einem Vertragsabschluss sollte man sich jedoch genau über die Auszahlungsvarianten der Rente informieren. Meist stehen drei Formen zur Wahl, die man verstehen und sich vorrechnen lassen sollte.

Konstante oder dynamische Sofortrente


Konstante Rente:
Hier kalkuliert der Versicherer eine gleichmäßig hoch bleibende monatliche Rente für die gesamte Vertragslaufzeit. Dieses System führt im Vergleich zu den anderen Varianten zu der höchsten anfänglichen Rente. Nachteil: Die Rente kann auch sinken, wenn der Versicherer nicht die entsprechenden Überschüsse erwirtschaftet.

Volldynamische Rente:
Bei dieser Variante steigt die monatliche Rente jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz an. Die Höhe der Steigerung ist nicht garantiert, sondern hängt von den Überschüssen ab. Die Anfangshöhe ist im Gegensatz zur konstanten Variante etwas geringer und baut sich erst durch die Dynamik auf. Entscheidender Vorteil: Eine einmal erreichte Rentenhöhe kann niemals mehr sinken.

Teildynamische Rente:
Die Starthöhe liegt zu Rentenbeginn höher als bei der volldynamischen und geringer als bei der konstanten Rente. Die jährlichen Steigerungen sind geringer als bei der volldynamischen Rente. Nachteil: Die Rente kann auch hier wieder sinken.
von Fritz Himmel
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