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Riester-Vorteile beim Minijob

Wer einen Minijob ausübt, kann die staatliche Riester-Förderung bekommen. Waum es sich lohnt, bei Minijobs die Versicherungspflicht nicht abzuwählen.
Neu begonnene Minijobs sind automatisch versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung, es sei denn, man lässt sich per Antrag davon befreien. Die Minijob-Zentrale empfiehlt jedoch, sich vor dieser Entscheidung bei der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung (kostenfreies Servicetelefon 0800/10004800) über die persönlichen Folgen der Befreiung zu informieren. Denn der Verzicht bedeutet den Verlust lukrativer Vorteile bei der sozialen Absicherung und von staatlichen Fördergeldern.

Viele Vorteile für relativ wenig Geld


Wer bei der Versicherungspflicht bleibt, stockt automatisch den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des gewerblichen Arbeitgebers von 15 Prozent durch eigene Mittel um 3,6 Prozent bis zur aktuellen Beitragshöhe der Rentenversicherung von 18,6 Prozent auf. Bei 450 Euro im Monat sind dies 16,20 Euro, die direkt vom Lohn abgezogen werden. Diese kleine Investition bietet im Gegenzug viele Vorteile: Der Minijobber erwirbt vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung sowie Ansprüche unter anderem auf Leistungen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation, auf eine Erwerbsminderungsrente und auf die Riester-Rente.

Hat ein Minijobber keine weiteren Einnahmen, braucht er lediglich 60 Euro im Jahr in einen Riester-Vertrag zu investieren. Dafür gibt es die jährliche Grundzulage von 175 Euro sowie für jedes Kind 185 Euro bzw. für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro im Jahr obendrauf.

Beispiel: Eine Frau mit einem zehnjährigen Kind bekäme so vom Staat 475 Euro jährlich für ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt. Bei zwei kleinen Kindern würden 775 Euro jährlich aufs Riester-Depot fließen. Weiteres Plus: Seit dem Wegfall der Anrechnung der Riester-Rente auf mögliche Grundsicherung im Alter lohnt sich Riester hier auch besonders für Bezieher sehr kleiner Einkommen. Bei Verheirateten wartet zudem noch ein zusätzlicher Vorteil: Hätte der Ehepartner keinen Anspruch auf Riester-Förderung, dann verschafft der Minijobber ihm so ebenfalls einen mittelbaren Anspruch auf einen eigenen Vertrag.

von Fritz Himmel, biallo.de
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