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Elternzeit ist Riester-Zeit

Frischgebackene Mütter können in der Elternzeit besonders von einem Riester-Vertrag profitieren. So funktioniert es:
Mütter haben in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes auch ohne ein eigenes Einkommen weiterhin Anspruch auf die staatliche Riester-Förderung. Aktuell erhalten Sparer neben der eigenen jährlichen Grundzulage von 175 Euro für alle ab 2008 geborenen Kinder eine Förderung von je 300 Euro im Jahr. Für davor geborene Kinder gibt es 185 Euro. Eine Mutter mit einem Neugeborenen bekäme somit 475 Euro jährlich vom Staat geschenkt.

Zulagen zählen beim Eigenanteil mit
Um die kompletten Zulagen zu erhalten, sind vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in den Vertrag einzuzahlen, maximal 2.100 Euro. Diese Summe braucht man jedoch nicht alleine aufzubringen, denn die Zulagen fließen in diese Berechnung des Eigenanteils mit ein.

Während der Elternzeit funktioniert das so: War die Mutter im Jahr vor der Geburt berufstätig, so muss sie, um die vollen Zulagen zu erhalten, im ersten Jahr ihrer Elternzeit diese vier Prozent ihres Vorjahreseinkommens – abzüglich der Zulagen – in den Riester-Vertrag einzahlen.

Sockelbeitrag von 60 Euro
Liegen dann während der Elternzeit keine weiteren Einkommen vor, dann genügt während des zweiten und dritten Jahres der Elternzeit die Einzahlung des Sockelbeitrags von lediglich 60 Euro im Jahr. Das Elterngeld wird für die Berechnung des erforderlichen Mindestbeitrages zum Erhalt der Zulagen nicht herangezogen. Hatte die Mutter im Jahr vor der Geburt kein oder nur ein sehr geringes Einkommen, dann wäre dieser Sockelbeitrag ebenfalls fürs erste Jahr ausreichend.

Geht die Mutter während oder nach der Elternzeit wieder arbeiten, muss sie im ersten Arbeitsjahr wiederum nur den Sockelbeitrag von 60 Euro überweisen, um die vollen Riester-Zulagen zu erhalten. Denn umgekehrt zählt auch hier das rentenversicherungspflichtige Einkommen des Vorjahres, das in diesem Fall ja bei null lag.

Tipp: Kommt während der 36-monatigen Elternzeit ein weiteres Kind, verlängert sich auch der Anspruch auf die spezielle Sockelbeitrags-Förderung.
von Fritz Himmel, biallo.de
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