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Auf den Eigenanteil bei Riester-Verträgen achten

Wer als Riester-Sparer optimal von den staatlichen Zulagen profitieren will, sollte jährlich prüfen, ob der notwendige Eigenanteil noch zum Einkommen passt.
Mit Riester vorsorgen, das funktioniert so: Die staatliche Grundzulage beträgt jährlich 175 Euro. Für jedes Kind gibt es 185 Euro dazu, für ab 2008 Geborene sind es 300 Euro im Jahr. Um die Zulagen vollständig zu erhalten, sind vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in den Vertrag einzuzahlen, maximal 2.100 Euro. Diese Summe braucht man jedoch nicht alleine aufbringen, denn die staatlichen Zulagen fließen immer in diese Berechnung des Eigenanteils mit ein.

Beispiel Riester-Förderung: Eine junge Frau verdient im Jahr 24.000 Euro brutto. Vier Prozent ihres Gehaltes sind 960 Euro. Der Staat schenkt ihr 175 Euro Grundzulage, sie muss somit noch 785 Euro im Jahr selbst in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Nach der Geburt eines Kindes erhält sie 175 Euro Grundzulage plus 300 Euro Kinderzulage, also insgesamt 475 Euro dazu. Ihr Eigenanteil sinkt somit auf nur noch 485 Euro im Jahr. Der Staat zahlt nun fast genau so viel in ihren Vertrag ein wie sie selbst. „Im Vergleich zu ungeförderten Geldanlagen ist das durchaus attraktiv“, sagt Thomas Hentschel von der Verbraucherzentrale NRW.

Alljährlicher Riester-Check

Um sich dauerhaft die volle Höhe der Zulagen zu sichern, denn diese sind oft der Haupt-Renditebringer, sollten Sparer ihr Einkommen und ihre Beiträge regelmäßig im Blick behalten. Da sich das Einkommen oftmals jährlich – etwa durch das Erreichen einer höheren Gehaltsklasse – verändern kann, sollte man Jahr für Jahr einen Riester-Check durchführen. Um nach einer Lohnerhöhung weiterhin die volle Riester-Zulage zu erzielen, ist der notwendige Eigenanteil meist nach oben anzupassen. Durch die Geburt eines Kindes steigt dagegen die staatliche Förderung durch die Kinderzulage und der Eigenanteil kann reduziert werden. Wichtige Änderungen sind direkt an den Riester-Anbieter zu melden, damit die neue Situation berücksichtigt werden kann.
von Fritz Himmel
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