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Risikolebensversicherung

Risikoaufschläge vorher vergleichen

Bei Risikolebensversicherungen können Risikoaufschläge anfallen - beispielsweise für besonders gefährliche Berufe oder Hobbys. Doch nicht alle Versicherer gehen damit gleich um.
Risikolebensversicherungen sind günstig und sinnvoll für alle, die im Falle des eigenen Todes Familienangehörige oder Lebenspartner finanziell absichern wollen. So zahlt ein 30-jähriger Büroangestellter, Nichtraucher, aktuell für einen Vertrag über eine garantierte Versicherungssumme (Todesfallleistung) von 250.000 Euro mit einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren bei Top-Anbietern wie der Hannoverschen, Europa oder der Dela nur rund 15 Euro im Monat. “Für die Berechnung der Prämie sind vor allem der Gesundheitszustand, die Höhe der Absicherung, die Laufzeit und das Eintrittsalter entscheidend”, sagt Mathias Zunk vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Knackpunkt Gesundheitsfragen

Für einen Abschluss müssen im Rahmen des Antrags in der Regel verschiedene Gesundheitsfragen beantwortet werden. Entsprechend diesen Angaben bewertet die Versicherungsgesellschaft das persönliche Risiko der versicherten Person und erhebt eventuell einen Zuschlag. Gefahrenträchtige Berufe wie Feuerwehrmann oder Dachdecker kosten mehr, ebenso gefährliche Hobbys wie Drachenfliegen, Motorradfahren, Tauchen oder Reiten. Deutlich tiefer müssen auch Raucher in die Tasche greifen. Selbst das Körpergewicht kann entscheidend sein. Manche Versicherer wollen von Neukunden Gewicht und Körpergröße wissen. Wer zu viel auf die Waage bringt, zahlt ebenfalls mehr. Entscheidend ist bei einer Risikolebensversicherung hier der Body-Mass-Index (BMI).

Keine Risiken verschweigen


Bei den Gesundheitsfragen ist es wichtig, dass man wahrheitsgemäße Angaben macht und nichts Relevantes verschweigt. In einem Versicherungsfall ist in der Regel davon auszugehen, dass die Versicherungen gründlich die Fakten nachprüfen.

Angebote vergleichen

Versicherungsexpertin Bianca Boss vom Bund der Versicherten empfiehlt, vor einem Vertragsabschluss Angebote von mehreren Versicherern einzuholen. Denn nicht alle Gesellschaften verlangen für jedes Risiko einen Aufpreis und wenn, dann nicht unbedingt in der gleichen Höhe. Es gibt Prämienunterschiede von über 400 Prozent – bei fast identischen Leistungen.
von Fritz Himmel
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