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Interhyp-Wohntraumstudie

Einfamilienhaus mit Einbauküche statt Villa mit Pool

Jeder zehnte Bundesbürger wünscht sich, zeitnah in den eigenen vier Wänden zu leben, am liebsten in einem Einfamilienhaus. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Baukreditvermittlers Interhyp.
Wohneigentum ist und bleibt – trotz vielerorts steigender Preise – hoch im Kurs. So wünscht sich jeder zehnte Bundesbürger, "zeitnah" die eigenen vier Wände zu erwerben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Baukreditvermittlers Interhyp in Kooperation mit dem Rheingold Institut. Demnach sehnen sich 66 Prozent aller Mieter schnell in die eigenen vier Wände, doch nur 38 Prozent haben dafür die finanziellen Mittel – den Niedrigzinsen zum Trotz.

"Individuelle Faktoren wie der Wunsch nach Sicherheit, Zufriedenheit und Glück treffen dabei auf externe Faktoren wie steigende Mieten und steigende Kaufpreise", sagt Mirijam Mohr, Vorständin der Interhyp AG. Zusätzliche wirke die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wie ein "Katalysator" auf den Immobilienwunsch.

Kein Wunder also, dass 81 Prozent der Befragten die niedrigen Zinsen als Hauptargument für den Immobilienkauf nennen. "Bei Kreditzinsen von unter einem Prozent erscheint vielen Menschen Kaufen attraktiver als Mieten", so Mohr weiter.

Keine Extravaganzen, lieber mehr Platz

Geht es um die sogenannte Traumimmobilie, zeigen sich die Deutschen vergleichsweise pragmatisch. Eine Villa mit Pool oder das Loft im Berliner Szeneviertel muss es für die meisten der Befragten nicht sein. Besonders das freistehende Einfamilienhaus mit Einbauküche, Garten und Garage steht Hoch im Kurs. In Metropolen wünschen sich die Befragten im Durschnitt mehr Wohnraum. Beispiel München: Im Schnitt leben die Befragten auf 73,1 Quadratmetern Wohnfläche, doch als Wunschfläche geben sie 111 Quadratmeter an. In München ein Luxus, den sich ein Normalverdiener kaum leisten kann.

Negativzinsen auf Baukredite?

Aktuell ist Baugeld so günstig wie nie. Laut Biallo-Baugeld-Index liegen die effektiven Durchschnittszinsen für ein zehnjähriges Darlehen bei gerade einmal 0,74 Prozent pro Jahr. Dabei gibt es etliche Anbieter im Baufinanzierung-Vergleich von biallo.de, die nochmal deutlich weniger verlangen.

So bietet beispielsweise die bundesweit agierende Sparda-Bank Baden-Württemberg einen zehnjährigen Baukredit über eine Summe von 300.000 Euro mit 60 Prozent Beleihung bereits für 0,25 Prozent effektiv pro Jahr an, bei der Sparda-Bank Nürnberg sind es 0,30 Prozent und bei der Hypovereinsbank sowie Degussa Bank sind es jeweils 0,40 Prozent pro Jahr. Was viele angehende Häuslebauer dieser Tage beschäftigt, ist, ob die Bauzinsen noch weiter in den Keller gehen werden, gar in den negativen Bereich?

Zwar haben die Banken dieses Thema auf dem Schirm und bereiten im Hintergrund die technischen Voraussetzungen vor, doch aktuell rechne niemand damit, dass negative Bauzinsen mittelfristig Realität werden, heißt es bei Interhyp.
von biallo.de
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